Ein „breiter" Index ist oft erstaunlich schmal. Im S&P 500 stecken 500 Aktien — doch die größten sieben bestimmen einen Großteil der Bewegung. Wer einen Index handelt, kauft selten 500 gleichberechtigte Firmen, sondern vor allem eine Handvoll Schwergewichte. Diese Lektion zeigt, wer wirklich am Steuer sitzt.
So nennt der Markt die sieben dominierenden US-Technologieriesen — Apple, Microsoft, Nvidia, Amazon, Alphabet, Meta und Tesla. Zusammen machen sie einen außergewöhnlich großen Teil von S&P 500 und Nasdaq-100 aus. Steigen sie, steigt der Index — selbst wenn die Mehrheit der übrigen Aktien fällt. Diese Konzentration ist Chance und Risiko zugleich.
Die Marktbreite misst, wie viele Aktien eine Bewegung mittragen. Steigt der Index, aber nur dank weniger Schwergewichte, während die meisten Werte fallen, spricht man von schmaler Breite — ein oft genanntes Warnzeichen.
Ein gleichgewichteter Index (Lektion 02) macht diese Verzerrung sichtbar: Läuft der normale S&P 500 dem Equal-Weight-S&P davon, tragen vor allem die Großen — die Breite ist dünn.
Wählen Sie einen Index und sehen Sie seine Sektor-Aufteilung und das Gewicht der größten Werte. Dann der Test: Die Top-Werte steigen, der Rest bewegt sich nicht — wie stark zieht das den ganzen Index? Je konzentrierter, desto größer der Hebel.
Drei Gedanken, bevor wir uns ansehen, was Indizes täglich bewegt.
Auch ein 500-Werte-Index wird von einer Handvoll Riesen dominiert. Das Gewicht entscheidet, nicht die Stückzahl.
Der Nasdaq ist Technologie pur, der DAX industrie- und chemielastig. Die Sektor-Mischung erklärt, worauf ein Index besonders reagiert.
Trägt nur die Spitze, ist die Breite dünn — ein Vergleich mit dem gleichgewichteten Index legt das offen.